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Nordlichter im Schwarzwald

Nordlichter im Schwarzwald

Menschen, die in bergigen Regionen leben, sagt man ja nach, dass sie sich oft eingeengt fühlen. Mir als Nordlicht, geht bei Zeiten die Weitsicht auf den Zwirn. Also habe ich den Wohnwagen angehängt, mir die Jungs (Frodo & Gimli) sowie meine Eltern geschnappt und ab ging es Richtung Tittisee-Neustadt im schönen Schwarzwald.

Ziel war der Campingplatz Bankenhof, der etwas abseits vom Trubel in Tittisee-Neustadt liegt. Für Reisende, die es sauber aber natürlich mögen, kann ich diesen Campingplatz nur empfehlen. Die Hunde waren gern gesehen und wir durften unseren Platz mit einer Art Kanickelzaun abtrennen, damit die Jungs nicht den ganzen Abend an der Leine verbringen mussten. Das Wetter war hervorragend, was will man auch für Ende Juni anderes erwarten. Also stand unseren Entdeckungstouren durch die Schluchten nichts im Wege.

Es gibt nichts gutes, außer man tut es…
Also Rucksack für eine Tagestour gepackt, Wanderstiefel angezogen und ab zur ca. 20 Kilometer entfernten Wutachschlucht. Eine Tour durch die Schluchten sollte man sich vorher genauer anschauen und planen, da die Wege durchaus ein wenig länger sein können. Ein wunderschöner, aber auch längerer Weg (ca. 14 km) ist der Einstieg über Wutachschlucht/Lotenbachklamm. Dann folgt man der Wutach bis zur Wutachmühle. Von dort aus, kann man entweder wieder zurücklaufen, oder man nimmt den Bus zurück 😉

Die Wege sind landschaftlich eine Augenweide, jedoch geht es auch zwischendurch immer mal wieder ein gutes stück aufwärts und wieder abwärts… Teilweise direkt an der Wutach und manchmal schaut man aus ca. 50m auf sie herab.

 

Weitere Touren entlang der Gauchach, zum Falkauer Wasserfall und auf den Feldberg standen dann noch auf dem Programm. Der obere Teil vom Feldberg empfand ich leider als sehr unspektakulär, da er komplett kahl ist und im Winter hauptsächlich für die Skiurlauber da ist. Aber der Weg bis zu der kahlen Kuppel ist wunderschön! Von der B317 geht es ab zum Parkplatz Kunzenmoos. Von dort gelangt man über befestigte Wege durch den Wald und an Kuhwiesen zum Feldsee. Eine Umrundung lohnt sich! Dann geht es weiter in leichten Serpentinen und ein bisschen über Stock und Stein hinauf auf den Feldberg. Bis kurz vor der kahlen Kuppel, ist der Weg wunderschön und auch gut zu laufen.

Auf dem Rückweg lohnt es sich definitiv, am Feldsee einen kleinen Abstecher zum Raimartihof zu machen. Die Jungs haben dort frisches Wasser, und wir einen ordentlichen Fleischsalat mit einem Weißbier bekommen.

Zurück auf dem Campingplatz haben Frodo & Gimli sich dann sofort in den Schatten gehauen und den Schlaf der Gerechten abgehalten. Erst als das Grillfleisch anfing zu brutzeln und zu duften, waren die beiden wieder fit und einsatzbereit.